Was ist Arbeit am Tonfeld?

Die Arbeit am Tonfeld® ist eine Methode zur Entwicklungsförderung, geeignet für Menschen aller Altersstufen, also auch für sehr kleine Kinder, da sie nicht auf Sprache basiert, sondern auf Haptik. In einem schlichten Setting bietet sie alle Bedingungen und Möglichkeiten, die es für die menschlich-seelische Entwicklung braucht. Und nur der sich entwickelnde Mensch ist ein vitaler Mensch.

Auf dem Tisch steht ein flacher Holzkasten, ausgestrichen mit Tonerde, daneben eine Schale Wasser, ein Schwamm. An der Seite sitzt der Begleiter. Das ist alles. Die Arbeit beginnt mit der Aufforderung, das Feld einfach mit den Händen wahrzunehmen. 

Und dann geschieht Erstaunliches. Da keine konkrete Handlungsanweisung gegeben ist, ist der am Tonfeld Arbeitende unmittelbar auf sich selbst zurückverwiesen. Es tritt sofort die Art und Weise zutage, mit der er mit der Welt in Beziehung tritt, und die ist von seiner gesamten biographischen Erfahrung geprägt. Manche gehen zögerlich heran, unsicher, Halt suchend, andere hingebend, vehement, maßlos, sachlich oder auch überfordert … was auch immer. Das sind keine konkreten Bewegungen, sondern Lebensbewegungen. Und in diesen Lebensbewegungen verrät sich immer eine Bedürfnis nach Erfüllung als auch eine Verhinderung (sonst wäre das Bedürfnis längst erfüllt). Der Prozess wird nun so begleitet, dass sich der am Tonfeld Arbeitende in seinem Lebensbedürfnis erfüllen kann, und indem er das tut, lösen sich seine Verhinderungen in der Bewegung, er wird klar und frei zu sich selbst und damit lebensinteressierter, motivierter, vitaler, berührter, präsenter, selbstvertrauter, kurz: er selbst.

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