Ausbildungs-Jahresseminar: Der haptische Weg zu uns selbst

Die hier angebotene Ausbildung ist gedacht für alle, die

 

  • an pädagogischen Institutionen (Schulen, Kindergärten etc.) Kinder oder Jugendliche in ihrer Entwicklung effektiv über die Art des Tuns und Handelns fördern  wollen (d.h. über Leiberfahrungen)
  • ein vertieftes Entwicklungsverständnis aneignen wollen
  • Arten des Begleitens, des besonderen Hinschauens und tieferen Verstehens erlernen wollen
  • die Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis gewinnen wollen.


Die Ausbildung orientiert sich zentral an der von Prof. Heinz Deuser entwickelten Arbeit am Tonfeld® . Leider ist bis heute versäumt worden, verbindliche Regularien für die Ausbilder-Ausbildung zu schaffen. Daher mangelt es derzeit an Ausbildern bzw. Ausbildungsinstituten, so dass diese einzigartige und geniale Arbeit irgendwann droht, nicht mehr weitervermittelt zu werden. Das wäre ein riesiger Verlust an Menschen-Erkenntnis und Begleitungswissen. 


Komplette Ausbildung - allerdings ohne Zertifikat

Um dem gegenzusteuern, biete ich diese Ausbildung an. Ich verwende das Tonfeld als zentrales Instrument zur Entwicklungsförderung und Diagnostik, wenn auch nicht ausschließlich. Wer diese Ausbildung absolviert, wird danach in der Lage sein, die vitalen Entwicklungsbedürfnisse wie auch mögliche Verhinderungen, die sich in der Haptik zeigen, zu erkennen und einzuordnen (haptische Diagnostik). Und natürlich wird derjenige auch befähigt sein, Kinder oder Jugendliche so in ihren Lebensbedürfnissen anzusprechen, dass sie Ausdrucksformen finden, sich darin erfüllen und auf diesem Wege innerlich ausgleichen und ordnen zu können. Dazu gehört viel theoretisches Wissen, der Schwerpunkt aber wird auf der Praxis liegen. 

Wer die Ausbildung bei mir absolviert, wird sehr effizient ausgebildet sein, darf sich aber nicht Begleiter in der Arbeit am Tonfeld® nennen, denn der Name ist geschützt. Es darf also später auch nicht damit geworben werden, Arbeit am Tonfeld® zu machen. Wem das wichtig ist oder wer diese Zertifizierung braucht, muss sich an eine der offiziellen Institute wenden, wie sie auf meiner Homepage unter dem Reiter 'Ausbildung' zu finden sind. 


Der Schwerpunkt dieser Ausbildung liegt sehr auf der Vermittlung von Praxiswissen. Ziel ist...


  • den Teilnehmern ein Instrument an die Hand zu geben, mit dem sie Kinder und Jugendliche hoch effizient in ihrer Entwicklung fördern und begleiten können
  • schauen und verstehen lernen, welche Lebensbedürfnisse und Verhinderungen sich im Tun der Hände zeigen - wie lässt sich der ganze Mensch verstehen?
  • erkennen zu lernen, welche Ansprache der am Tonfeld Arbeitende zu welchem Zeitpunkt braucht, damit er sich in seinen vitalen Bedürfnissen ausgleichen und seelisch neu organisieren kann.
  • ein tiefes Verständnis für personale Entwicklungsprozesse zu erwerben


Die Ausbildung biete ich an als Jahresgruppen-Kurs mit 12 Ausbildungs-Wochenenden (also einmal im Monat). Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 6 Personen. Wer Interesse hat, kann sich bei mir hier anmelden. Ich führe eine Interessentenliste. 

Vortrag zur Haptik

Ich halte gerne auch Vorträge zur Arbeit am Tonfeld® bzw. allgemeiner zur personalen Entwicklung. Dazu gehört, wie Motivation und Kreativität entsteht, wie wir Erschöpfungszustände vermeiden können, wie wir mehr Gelassenheit in unser Leben bzw. ins mitmenschliche Miteinander bringen etc. Öffentliche Vorträge kündige ich in meinem Lifeletter an. Falls Sie mich für einen Vortrag buchen wollen, verwenden sie das Formular auf dieser Seite.

Ist die Mindestteilnehmerzahl erreicht, wird die Jahresgruppe nach spätestens 2 Monaten starten. Falls jemand mal verhindert ist, gibt es die Möglichkeit, in einem zusätzlich angebotenen 13. Wochenende das Versäumte nachzuholen.  


Die Ausbildungs-Themen im Einzelnen

1. Einführung in die Gesetze der Haptik: Grundlagen der Entwicklungsbegleitung im tätigen Handeln. Wahrnehmungsschulung, welche Lebensbedürfnisse zeigen sich wie in der Art des Handelns, d.h. des Greifens, der Berührung, im Bewegungsausdruck.


2 a,b,c: Die Organisation in den Basissinnen: Hautsinn, Tiefensensibilität und Gleichgewicht. Wo liegen die Verhinderungen, wo die Möglichkeiten. Wahrnehmungsschulung: Welcher Basissinn ist der Auffälligste? Welche Art von Ausgleich wird gesucht? Möglichkeiten der Ansprache in den Basissinnen. 


3 a, b: Das Selbst und das Ich. Orientierung (die Grammatik) im Handlungsgeschehen. Die Suche nach Entsprechung (wie wird ein seelisches Ausdrucksbedürfnis konkrete Gestalt, d.h. konkret begreifbar). Der Prozess der Ich-Bildung. Wie Motivation und Wollen entsteht. Wie das Handeln Richtung und Klarheit bekommt. Konkrete Handlungssituationen. 


4 a, b: Arten der Gestaltbildung: Bewegungsgestalten, Fließbilder, benennbare und nicht benennbare Bilder. Begleitung in Bildern, Begleitung in der Bewegungsformen. Unterscheidung, wann welche Art der Begleitung am besten gelingt. Die fertige Gestalt. 


5 a b: Besondere Schwierigkeiten in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen: Altersgerechte Begleitung - Kenntnis der Entwicklungsstufen. Umgang mit Verweigerung, mit Abbrüchen, mit Wildheit und Desorientierung, mit Schüchternheit und Ängsten. Arten der Hinführung zu den ersten Bewegungen. Möglichkeiten der Ansprache. Umgang mit 'Tricksern'. Unterscheiden lernen, welche Bedürfnisse aufgesetzt und welche echt sind. Weitere Wahrnehmungsschulung.


6 a, b: Die Rolle des Begleiters: Halt geben, bezeugen, vermitteln. Welche Rolle muss der Begleiter bei welchen Bedürfnissen einnehmen. Unsprachliche Formen der Begleitung (Vermittlung auf Stammhirnebene). Die Bedeutung des Atems. Die Bedeutung des Beiläufigen. Gefahren der Projektion und Gegenübertragung.  Sich selbst reflektieren. Das Gespräch mit den Eltern. Hinweise für die Begleitung im Alltag. Supervisionen. 


Ich freue mich über jede und jeden, der diese einzigartige Methode für sich entdecken und damit auch einen ganz anderen Blick auf den Menschen und mitmenschliche Beziehung gewinnen will. 

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